Reise-Countdown

Samstag, 13. April 2013

Erdbeben in Westjapan - uns gehts gut

Damit ihr euch keine Sorgen macht: Wir sind noch in Tokyo und haben vom Erdbeben in Westjapan nichts mitbekommen.


Sorry, dass wir mit dem bloggen so hinterherhinken, aber das Wlan im Hostel lässt kein Hochladen zu und ohne Kabel kann ich mein Handy nicht als hotspot einrichten. Wird aber alles nachgereicht ^^ habt Geduld.

Gehabt euch wohl,
Eure Chaoselfe

Donnerstag, 11. April 2013

Ausflug nach Nagano


Ausflug nach Nagano
Am Mittwoch zog es uns in die Ferne, genauer gesagt nach Nagano. Rund 2h dauerte die Fahrt, davon fuhren wir 75 Minuten mit dem Shinkansen. Dabei bewunderten wir die vorbeiziehende Berglandschaft, bestaunten kleine Bambushaine, erhaschten einen Blick auf schneebedeckte Gipfel und vereinzelte, blühende Sakura-Bäume. In Nagano ging es direkt zum Zenkoo-ji-Tempel, wo uns wunderbare Kirschblüten und tolle Motive erwarteten. Eine Schulklasse rief uns kichernd 'Hallo' zu und wir konnten ein Hochzeitspaar beim Fotos machen beobachten...die Braut hatte einen sehr schönen Kimono an!
Natürlich kamen wir an zahlreichen Ständen vorbei, die von Gebetsketten über Anhänger, Katzen und Eulen in allen Variationen, Karten, Süßwaren und Souvenirs bis hin zu Glücksbringern allerlei Tand verkauften. Wir blieben jedoch stark und gönnten uns neben Postkarten nur ein, zwei Kleinigkeiten, ehe wir zur schwarzen Burg nach Matsumoto aufbrachen. Leider mussten wir einen Shop-Besitzer, der hinter dem Laden schlief, wecken, um bezahlen zu können.Das störte ihn jedoch nicht im Geringsten, nur seine Mutter schämte sich so sehr, dass sie sich so tief verbeugte, dass ihr Oberkörper parallel zum Boden stand. Hätten wir gewusst, dass der Besitzer schläft, wären wir wohl weiter gegangen...war uns dann doch sehr unangenehm.
Von Nagano ging es dann mit dem Zug nach Matsumoto wo wir uns gleich mit einer Karte ausstatteten, die uns rasch ans Ziel brachte. Nichtmal 2 Kilometer Marsch brachten uns zum nationalen Kulturgut, das sich mit Hanami im wahrsten Sinne des Wortes in voller Blüte zeigte. Im schwindenen Licht des Tages schossen wir einige tolle Bilder der imposanten Burg und hatten Glück: durch ein kleines Fest gelangten wir kostenlos in den Burghof und konnten die angestrahlte Rückseite bewundern.
Nach einer stärkenden Suppe traten wir bei rund 3 Grad die über zwei Stunden dauernde Heimreise an. Im Zug trafen wir auf eine Gruppe trinkender Geschäftsleute, die uns hoch erfreut mit Tintenfisch und Salami fütterten. Was als nette Geste begann artete langsam zur Belustigung der Herren aus. Ich wünschte mir ein Schild zum Umhängen mit der Aufschrift 'Bitte nicht füttern' xD. Gott sei Dank stellten sich die Männer als harmlos heraus und ließen nach einer Weile von uns ab -wohl auch weil immer mehr von ihnen einschliefen.

Komm raus, Pikachu


Komm raus, Pikachu
Am Dienstag ging's auf Pokèmon-Jagd: Alle meine Jugendfreunde warteten schon in Hamamatsucho sehnsüchtig auf meinen Besuch, also musste ich einfach ins Pokèmon-Center. Und was soll ich sagen? Kawaiiiiiii! Ich hätte am liebsten den ganzen Laden mitgenommen, aber da Merchandise leider auch in Japan teuer ist, wurden es nur eine tolle Keksdose mit Entwicklungsformen von Evoli und ein Stofftier. Chaoselfe wurde gnadenlos mitgeschleift und zum Fotodirector erklärt :D. Nun kann ich ehrlich behaupten ein fliegendes Glurak gesehehn zu haben xD. Vor den Toren des Centers gab es erst einmal stilechtes Frühstück: mit verschiedenen Cremes gefüllte Eulenwaffeln.
Von den Taschenmonstern ging es weiter zum Tokioer Hauptbahnhof, wo uns eine gaaaaanz fiese Falle erwartete: Donguri Garden. Neben Totoro und Jiji bettelten auch Rußmännchen und die Mummins um ein neues Zuhause. Mit jedem Meter schmolzen unsere guten Vorsätze ein wenig mehr davon, so dass ich ein Jiji-Set, Totoro-Briefpapier und eine Totoro-Bentobox kaufte, Chaoselfe begnügte sich mit Briefpapier, nur um im Rascal-Laden auch noch ein paar ¥ liegen zu lassen.
Um ja nicht unhöflich zu sein, stellten wir uns am Kaiserpalast vor. Leider wurden wir nicht eingelassen, aber sicher hatte der Kaiser einfach einen Bad-Hair-Day. Glücklicher Weise entdeckten wir in seinem Vorgarten die letzten Kirschblüten in Tokio, um die sich zahlreiche Menschen mit Kameras tummelten. So genossen wir unsere durch den verhinderten Besuch frei gewordene Zeit und träumten ein wenig unter den Sakura-Bäumen vor uns hin.
Dann trollten wir uns aber schwer bepackt zu unserem eigentlichen Ziel, Harajuku. Yamato-Line zur Rushhour ist wirklich keine gute Idee gewesen! Eng, heiss, stickig, wackelig und das auch noch voll beladen-.- Nur eins hielt uns noch aufrecht: der vierstöckige Daiso, der uns in dem Inn-Viertel erwartete. Doch kaum dort angekommen ging das Gedränge weiter...halb Tokio war der Kruscht ausgegangen, so dass wir mit Hausfrauen und Studenten,Schulmädchen und Geschäftsleuten durch Gänge irrten und an laaaaangen Schlangen standen. Die Beute allerdings war immens, unsere beiden Tüten füllten locker den Platz eines Futons aus. Spätestens hier war uns klar, dass ein Paket in die Heimat wandern musste.
Geschwächt von den ersten Tagen zeigten sich immer mehr Grippesymptome bei Chaoselfe, so dass wir, nachdem wir völlig fertig und mit schier am Boden schleifenden Tüten im Hostel angekommen waren, erst einmal auf Futtersuche gehen mussten. Im Konbini nebenan fand sich eine super leckere Instant-Misosuppe, für mich mit frischen Muscheln, für das kranke Elfchen mit Tofu und Wakame. Ein Snack aus gekochten Oktupussärmchen (nur für mich - soooo oishii!), Halsbonbons und ein paar Kekse vollendeten das Genesungsmenu.Auch an diesem Tag fielen wir einfach nur totmüde in die Laken.