Odysee nach Japan 07.04.2013
Pünktlich um neun Uhr brachen wir am Samstag zum
Flughafen auf:hibbelig, aufgeregt und voller Erwartungen. Natürlich waren wir
viel zu früh dran, aber zumindest beim einchecken zahlte sich unser Zeitpuffer
aus. Es gab weder eine Schlange beim Automaten, bei dem wir schnell
eincheckten, noch beim Gepäck aufgeben. Innerhalb weniger Minuten war das
Schlimmste geschafft und wir könnten uns ein letztes westliches Frühstück bei
mcdonalds gönnen.
Der erste Flug war nur von kurzer Dauer. Schon nach
45Minuten landeten wir in Amsterdam, verpfleg mit einem extrem süßen Keks und
einem winzigen Becher O-Saft. Dann begann schon das Grauen: 11h in winzigen
Sitzen zusammengepfercht hieß es ausharren. Mit den Knien am Sitz des
Vordermanns klebend war an Schlaf nicht zu denken. Unser niederländischer
Nachbar tat ein Übriges indem er an seinen Nägeln kaute und sie umher
schnippte, aus unerfindlichen Gründen mitten in der Nacht zu pfeiffen begann,
sein Knie gegen meins knallte oder mit seinen Fingern gegen die Zähne
trommelte. Obwohl es teilweise -70 Grad Aussentemperatur hatte, hatten wir
kuschlige 30Grad im Flieger - die Körpertemeratur der rund 400 Mitfliegenden
tat ihr Übriges für einen kuscheligen Flug. Wenigstens tröstete das
überraschend schmackhafte Essen bei KLM über einige Zeit über die Anstrengungen
hinweg. Mit geschwollenen Füßen und am Ende unserer Kräfte purzelten wir nach
dem endlos scheinenden Flug in das sonnige und 20Grad warme Narita.
Nach erstaunlich kurzer Suche fanden wir unseren
Zug, stiegen in Ueno um und landeten fluchs in Ikebukuro, unserem Basislager in
Tokio. Das erste Onigiri aus dem 7 Eleven neben dem Hostel schmeckte großartig
;) und auch das Hostel machte einen guten Eindruck: klein aber sehr sauber.
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