Komm raus, Pikachu
Am Dienstag ging's auf Pokèmon-Jagd: Alle meine Jugendfreunde
warteten schon in Hamamatsucho sehnsüchtig auf meinen Besuch, also musste ich
einfach ins Pokèmon-Center. Und was soll ich sagen? Kawaiiiiiii! Ich hätte am
liebsten den ganzen Laden mitgenommen, aber da Merchandise leider auch in Japan
teuer ist, wurden es nur eine tolle Keksdose mit Entwicklungsformen von Evoli
und ein Stofftier. Chaoselfe wurde gnadenlos mitgeschleift und zum Fotodirector
erklärt :D. Nun kann ich ehrlich behaupten ein fliegendes Glurak gesehehn zu
haben xD. Vor den Toren des Centers gab es erst einmal stilechtes Frühstück:
mit verschiedenen Cremes gefüllte Eulenwaffeln.
Von den Taschenmonstern ging es weiter zum Tokioer Hauptbahnhof, wo
uns eine gaaaaanz fiese Falle erwartete: Donguri Garden. Neben Totoro und Jiji
bettelten auch Rußmännchen und die Mummins um ein neues Zuhause. Mit jedem
Meter schmolzen unsere guten Vorsätze ein wenig mehr davon, so dass ich ein
Jiji-Set, Totoro-Briefpapier und eine Totoro-Bentobox kaufte, Chaoselfe
begnügte sich mit Briefpapier, nur um im Rascal-Laden auch noch ein paar ¥
liegen zu lassen.
Um ja nicht unhöflich zu sein, stellten wir uns am Kaiserpalast vor.
Leider wurden wir nicht eingelassen, aber sicher hatte der Kaiser einfach einen
Bad-Hair-Day. Glücklicher Weise entdeckten wir in seinem Vorgarten die letzten
Kirschblüten in Tokio, um die sich zahlreiche Menschen mit Kameras tummelten.
So genossen wir unsere durch den verhinderten Besuch frei gewordene Zeit und
träumten ein wenig unter den Sakura-Bäumen vor uns hin.
Dann trollten wir uns aber schwer bepackt zu unserem eigentlichen
Ziel, Harajuku. Yamato-Line zur Rushhour ist wirklich keine gute Idee gewesen!
Eng, heiss, stickig, wackelig und das auch noch voll beladen-.- Nur eins hielt
uns noch aufrecht: der vierstöckige Daiso, der uns in dem Inn-Viertel
erwartete. Doch kaum dort angekommen ging das Gedränge weiter...halb Tokio war
der Kruscht ausgegangen, so dass wir mit Hausfrauen und Studenten,Schulmädchen
und Geschäftsleuten durch Gänge irrten und an laaaaangen Schlangen standen. Die
Beute allerdings war immens, unsere beiden Tüten füllten locker den Platz eines
Futons aus. Spätestens hier war uns klar, dass ein Paket in die Heimat wandern
musste.
Geschwächt von den ersten Tagen zeigten sich immer mehr
Grippesymptome bei Chaoselfe, so dass wir, nachdem wir völlig fertig und mit
schier am Boden schleifenden Tüten im Hostel angekommen waren, erst einmal auf
Futtersuche gehen mussten. Im Konbini nebenan fand sich eine super leckere
Instant-Misosuppe, für mich mit frischen Muscheln, für das kranke Elfchen mit
Tofu und Wakame. Ein Snack aus gekochten Oktupussärmchen (nur für mich - soooo
oishii!), Halsbonbons und ein paar Kekse vollendeten das Genesungsmenu.Auch an
diesem Tag fielen wir einfach nur totmüde in die Laken.
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