Reise-Countdown

Donnerstag, 11. April 2013

Komm raus, Pikachu


Komm raus, Pikachu
Am Dienstag ging's auf Pokèmon-Jagd: Alle meine Jugendfreunde warteten schon in Hamamatsucho sehnsüchtig auf meinen Besuch, also musste ich einfach ins Pokèmon-Center. Und was soll ich sagen? Kawaiiiiiii! Ich hätte am liebsten den ganzen Laden mitgenommen, aber da Merchandise leider auch in Japan teuer ist, wurden es nur eine tolle Keksdose mit Entwicklungsformen von Evoli und ein Stofftier. Chaoselfe wurde gnadenlos mitgeschleift und zum Fotodirector erklärt :D. Nun kann ich ehrlich behaupten ein fliegendes Glurak gesehehn zu haben xD. Vor den Toren des Centers gab es erst einmal stilechtes Frühstück: mit verschiedenen Cremes gefüllte Eulenwaffeln.
Von den Taschenmonstern ging es weiter zum Tokioer Hauptbahnhof, wo uns eine gaaaaanz fiese Falle erwartete: Donguri Garden. Neben Totoro und Jiji bettelten auch Rußmännchen und die Mummins um ein neues Zuhause. Mit jedem Meter schmolzen unsere guten Vorsätze ein wenig mehr davon, so dass ich ein Jiji-Set, Totoro-Briefpapier und eine Totoro-Bentobox kaufte, Chaoselfe begnügte sich mit Briefpapier, nur um im Rascal-Laden auch noch ein paar ¥ liegen zu lassen.
Um ja nicht unhöflich zu sein, stellten wir uns am Kaiserpalast vor. Leider wurden wir nicht eingelassen, aber sicher hatte der Kaiser einfach einen Bad-Hair-Day. Glücklicher Weise entdeckten wir in seinem Vorgarten die letzten Kirschblüten in Tokio, um die sich zahlreiche Menschen mit Kameras tummelten. So genossen wir unsere durch den verhinderten Besuch frei gewordene Zeit und träumten ein wenig unter den Sakura-Bäumen vor uns hin.
Dann trollten wir uns aber schwer bepackt zu unserem eigentlichen Ziel, Harajuku. Yamato-Line zur Rushhour ist wirklich keine gute Idee gewesen! Eng, heiss, stickig, wackelig und das auch noch voll beladen-.- Nur eins hielt uns noch aufrecht: der vierstöckige Daiso, der uns in dem Inn-Viertel erwartete. Doch kaum dort angekommen ging das Gedränge weiter...halb Tokio war der Kruscht ausgegangen, so dass wir mit Hausfrauen und Studenten,Schulmädchen und Geschäftsleuten durch Gänge irrten und an laaaaangen Schlangen standen. Die Beute allerdings war immens, unsere beiden Tüten füllten locker den Platz eines Futons aus. Spätestens hier war uns klar, dass ein Paket in die Heimat wandern musste.
Geschwächt von den ersten Tagen zeigten sich immer mehr Grippesymptome bei Chaoselfe, so dass wir, nachdem wir völlig fertig und mit schier am Boden schleifenden Tüten im Hostel angekommen waren, erst einmal auf Futtersuche gehen mussten. Im Konbini nebenan fand sich eine super leckere Instant-Misosuppe, für mich mit frischen Muscheln, für das kranke Elfchen mit Tofu und Wakame. Ein Snack aus gekochten Oktupussärmchen (nur für mich - soooo oishii!), Halsbonbons und ein paar Kekse vollendeten das Genesungsmenu.Auch an diesem Tag fielen wir einfach nur totmüde in die Laken.

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