Ausflug nach Nagano
Am Mittwoch zog es uns in die Ferne, genauer gesagt nach Nagano.
Rund 2h dauerte die Fahrt, davon fuhren wir 75 Minuten mit dem Shinkansen.
Dabei bewunderten wir die vorbeiziehende Berglandschaft, bestaunten kleine
Bambushaine, erhaschten einen Blick auf schneebedeckte Gipfel und vereinzelte,
blühende Sakura-Bäume. In Nagano ging es direkt zum Zenkoo-ji-Tempel, wo uns
wunderbare Kirschblüten und tolle Motive erwarteten. Eine Schulklasse rief uns
kichernd 'Hallo' zu und wir konnten ein Hochzeitspaar beim Fotos machen
beobachten...die Braut hatte einen sehr schönen Kimono an!
Natürlich kamen wir an zahlreichen Ständen vorbei, die von
Gebetsketten über Anhänger, Katzen und Eulen in allen Variationen, Karten,
Süßwaren und Souvenirs bis hin zu Glücksbringern allerlei Tand verkauften. Wir
blieben jedoch stark und gönnten uns neben Postkarten nur ein, zwei
Kleinigkeiten, ehe wir zur schwarzen Burg nach Matsumoto aufbrachen. Leider
mussten wir einen Shop-Besitzer, der hinter dem Laden schlief, wecken, um
bezahlen zu können.Das störte ihn jedoch nicht im Geringsten, nur seine Mutter
schämte sich so sehr, dass sie sich so tief verbeugte, dass ihr Oberkörper
parallel zum Boden stand. Hätten wir gewusst, dass der Besitzer schläft, wären
wir wohl weiter gegangen...war uns dann doch sehr unangenehm.
Von Nagano ging es dann mit dem Zug nach Matsumoto wo wir uns gleich
mit einer Karte ausstatteten, die uns rasch ans Ziel brachte. Nichtmal 2
Kilometer Marsch brachten uns zum nationalen Kulturgut, das sich mit Hanami im
wahrsten Sinne des Wortes in voller Blüte zeigte. Im schwindenen Licht des
Tages schossen wir einige tolle Bilder der imposanten Burg und hatten Glück:
durch ein kleines Fest gelangten wir kostenlos in den Burghof und konnten die
angestrahlte Rückseite bewundern.
Nach einer stärkenden Suppe traten wir bei rund 3 Grad die über zwei
Stunden dauernde Heimreise an. Im Zug trafen wir auf eine Gruppe trinkender
Geschäftsleute, die uns hoch erfreut mit Tintenfisch und Salami fütterten. Was
als nette Geste begann artete langsam zur Belustigung der Herren aus. Ich
wünschte mir ein Schild zum Umhängen mit der Aufschrift 'Bitte nicht füttern'
xD. Gott sei Dank stellten sich die Männer als harmlos heraus und ließen nach
einer Weile von uns ab -wohl auch weil immer mehr von ihnen einschliefen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen